Sondersammlung 2001/2002
für Christen in
Palästina
Exakt 14 960,75 Euro
hat die Sondersammlung 2001/2002 ergeben.
Gesammelt wurde dieser Betrag durch die Bankkollekten aller Pfarrbezirke der
Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach. Und zwar in der Zeit von
Weihnachten bis Ostern.
Empfänger
Das Geld geht konkret an die Evangelisch Lutherische Gemeinde
in Beit Jala und an die Evangelisch Lutherische Sekundarschule
Talitha Kumi.
Pfarrer Axel Becker aus Bergisch Gladbach steht
in Brief- und Mailkontakt mit Pfarrern und Lehrern vor Ort.
Ausschnitte
aus Briefen:
- Wilhelm Goller, Schulleiter von Talitha Kumi
(Juni 2002)
"Sechs Mal war Beit Jala und die Bethlehem-Region von israelischem
Militär in diesem Schuljahr besetzt worden. .... Das bedeutet konkret:
Wir waren von der Außenwelt abgeriegelt, hatten Ausgangssperre,
Engpässe in der Versorgung traten auf, die ärztliche Betreuung stoppte, Medikamente
fehlten, immer mehr Menschen wurden arbeitslos."
- Pfarrer Shihade (März 2002)
"Die gestrige Nacht war furchtbar.
Wieder Zerstörung und Tote. Zum Kinder- und Wohnheim kann ich im Moment
nicht fahren, weil das israelische Militär eine Ausgangssperre über Beit
Jala verhängt hat. .... Die Kinder sind sehr
traumatisiert. Zum Glück habe ich in den Kellerräumen
Lebensmittel gelagert. Diese Lebensmittel werden in drei bis vier Tagen
verzehrt sein. ... Bei mir kribbelt es im Bauch und ich will irgendwie
trotz Schießbefehl auf Menschen, die es wagen, die Ausgangssperre zu
durchbrechen, versuchen, ins Heim zu kommen. ...."
- Wilhelm Goller, Schulleiter von Talitha Kumi
(5. Juni 2002)
"Jetzt kann ich aber das Eintreffen Ihrer Spende mitteilen und
möchte mich dafür noch mal herzlich bedanken.
Wir sind auf Hilfe angewiesen. Mein Einblick in die Not von Familien wird
täglich größer, wenn Eltern zu mir kommen und über ihre Situation
berichten. Schulgeld ist bei vielen nicht mehr möglich. Jetzt kommen aber
zudem Anmeldungen ins Internat, weil zu Hause die Verpflegung nicht mehr
gesichert ist. So konkret ist mir Armut in meinem
Leben noch nie begegnet."
- Pfarrer Shihade (Juni 2002)
Das ist wirklich eine stolze Summe,
die uns bei der Arbeit, die notwendiger als je zuvor geworden ist, weiter
helfen wird! ... Die Ausgangssperre gilt immer noch und sie lastet schwer
auf den Menschen. Eine katastrophale Lage,
aber wir dürfen die Hoffnung auf eine Zeit des "Miteinander und
Füreinanders" nicht aufgeben. Das wird kommen...."
Für "Gerechtigkeit und Frieden in der
Welt" gibt es das Friedensgebet
an der Gnadenkirche: jeder letzte Mittwoch im Monat, 18 Uhr