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Luther unterwegs: Triptychon aus Weimar in der Gnadenkirche
20. bis 29. November 2009

Hoher Besuch beehrt Bergisch Gladbach:
Das als "Lutherschrein" bekannte Triptychon aus Weimar ist in der Gnadenkirche zu Gast.
Vom 20. bis 29. November 2009 wird es ausgestellt.
Das passt zur sogenannten "Luther-Dekade", die im September 2008 ausgerufen wurde und die 2017 mit dem Jubiläum "500 Jahre Reformation" ihren Höhepunkt finden wird. Da die Geschichte der Reformation weltweit auf wachsendes Interesse stößt, wird das Luther-Triptychon in Bergisch Gladbach sicher viele Besucher bekommen. 

Mehr zu "Luthers Reise"
Das Projekt    
Pressemitteilung zu Projekt und Ablauf
   
Detailliertes Ausstellungsprogramm  
Kurzfilm über das Projekt Luther kommt  
Eröffnung Luther Triptychon in Gnadenkirche  
Mittelalterfest à la Luther   
Performance "Luther kontrovers"  
  
    
  

   

    
   
Das dreiteilige Werk zeigt Luther als Mönch, als Junker Jörg und als Magister.
Es ist auf 1572 datiert. Als Künstler gilt Veit Thim.
    

   
Das Luther-Triptychon befindet sich normalerweise in Weimar.
Es hängt in der St. Peter und Paul bzw. Johann-Gottfried-Herder-Kirche (links).
Dort fiel es Pfarrer Thomas Werner bei einem Besuch auf.
Auf dem rechten Foto ist es angestrahlt links von der Kanzel zu sehen.
Das Foto unten zeigt diesen "normalen" Platz des Lutherschreins im Detail.

    
  
    
Thomas Werner war von dem Kunstwerk so begeistert, dass er die Idee entwickelte, Luther nach Bergisch Gladbach zu holen.
Aus diesem kleinen Zündfunken wurde ein großes Projekt, das nun insgesamt vier Reisestationen des Triptychons umfasst, nämlich zunächst Gladbeck, Essen und Köln, zum guten Schluss die Gnadenkirche in Bergisch Gladbach.
Dies ist ein einmaliges, noch nie da gewesenes Ereignis.

Zur genauen Inaugenscheinnahme des Kunstwerks, zum Austausch mit der Weimarer Kirchengemeinde und zur Klärung der Ausleihe machte sich im Januar 2009 eine Gruppe aus Bergisch Gladbach auf den Weg. Zu ihr gehörten (auf dem Foto von links nach rechts): Pfarrer Thomas Werner, Finanzkirchmeister Ekkehard Schmidt, Hans Wolfgang Zanders und Gerhard Niebuhr als Vorsitzende des Kirchbauvereins Gnadenkirche, Pfarrer Willi Overbeck aus Essen und Presbyter Kalla Piel.

   
    

Pressemitteilung
"Martin Luther kommt vom 30. Oktober bis 29. November 2009 ins Ruhrgebiet und ins Rheinland - ein erstmaliges und bislang einmaliges Unternehmen"
zur Ausleihe des Weimarer Luther-Triptychons nach Gladbeck, Essen, Köln und Bergisch Gladbach

Zur Genese
Im Sommer 2007 besuchte Thomas Werner (Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Bergisch Gladbach) erstmals die Stadt Weimar. Dabei entdeckte er in der Ev.-Luth. Stadtkirche "St. Peter und Paul" (bekannt auch als "Herderkirche") den "Lutherschrein", ein Triptychon von 1572 (Öl auf Holz; ca. 1,50 m breit und ca. 1 m hoch). Der linke Flügel zeigt Luther als Augustinermönch, der rechte Flügel Luther als Junker Jörg und das Mittelbild Luther als Magister. Jeweils unter den Bildern ist das Leben und Wirken Martin Luthers notiert. Als Künstler gilt Veit Thim, Sohn einer alten Weimarer Bürgerfamilie. Er war Ratsmitglied und Weinmeister.

Pfarrer Werner war von dem Triptychon so beeindruckt, dass in ihm der Wunsch aufkam, das Luther-Triptychon einmal ins Rheinland auszuleihen. In einem Gespräch mit Willi Overbeck, Pfarrer i.R. und Kulturbeauftragter der Ev. Kirche in Essen, war auch dieser spontan für eine Ausleihe des Luther-Triptychons ins Ruhrgebiet zu begeistern - und zwar mit Blick auf das am 30.10.2009 zu eröffnende "Martin-Luther-Forum" in Gladbeck und gleichsam als Vorbote für Essen als Kulturhauptstadt 2010 (zehn Jahre nach Weimar als �Kulturhauptstadt 1999).

Nach einem Telefonat zwischen Pfarrer Werner und dem Weimarer Superintendenten Pfarrer Henrich Herbst im Sommer 2007 und einigen Vorgesprächen u. a. mit Vertretern der Kölner Kirchenkreise und des Ev. Kirchenverbandes Köln und Region kam es am 26.01.2009 in der Superintendantur des Kirchenkreises Weimar zu einem Gespräch zwischen Superintendent Herbst, Pfarrer Werner, Pfarrer i.R. Overbeck, Ekkehard Schmidt (Mitglied des Kreissynodalvorstands des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch und Kirchmeister), Karl-Heinz Piel (Kulturreferent der Gnadenkirche in Bergisch Gladbach), Gerhard Niebuhr (Vorsitzender des Kirchbauvereins Gnadenkirche) und Hans Wolfgang Zanders (Vorsitzender des Altenberger-Dom-Vereins). In diesem Gespräch wurde die Idee, das Luther-Triptychon ins Ruhrgebiet und ins Rheinland auszuleihen, grundsätzlich positiv bewertet und das Vorhaben als machbar eingeschätzt. Einvernehmen bestand darüber, dass die Verantwortung und die Kosten für das Ausleihunternehmen natürlich beim Träger des jeweiligen Ausstellungsortes zu liegen haben und dass das Luther-Triptychon nach der Ausleihe in unversehrtem Zustand an die Ev.-Luth. Stadtkirche in Weimar zurückzugeben ist. Zugleich wurde deutlich, dass mit Rücksicht auf die Besucher der Ev.-Luth. Stadtkirche in Weimar der Zeitraum der Ausleihe überschaubar bleiben muss.

Zur Idee
Martin Luther hat bekanntermaßen das Ruhrgebiet nie besucht. Im Blick auf den Kölner Raum heißt es in einem Buch zum Gedenken an Adolf Clarenbach ("Bekenner und Zeugen", 1979, Seite 29) lediglich: "Der Augustiner-Eremit Martin Luther nahm vom 2. bis zum 8. Mai 1512 an einem Kapitel seines Ordens in dessen Kölner Kloster teil. Das war Luthers einziger Aufenthalt in Köln."

Bei der Idee, das Luther-Triptychon auszuleihen und damit gleichsam "Martin Luther ins Ruhrgebiet und ins Rheinland zu holen", geht es vor allem darum, einer möglichst breiten Öffentlichkeit die herausragende Persönlichkeit Martin Luthers und die Bedeutung seines Lebens und Werkes in der Geschichte näher zu bringen. Im Zuge wachsender Säkularisierung sollen mithilfe des Luther-Triptychons und eines entsprechend umfangreichen Rahmenprogramms gerade auch jüngere Menschen mit der frei machenden Botschaft von Jesus Christus und der Gnade Gottes bekannt gemacht werden. Auch würde die Ausleihe des Luther-Triptychons die ökumenische Diskussion im Ruhrgebiet und im weitgehend katholischen Kölner Raum befruchten. Zudem könnte dies den Kulturaustausch zwischen den Landeskirchen beleben und weitere Beispiele folgen lassen.

Zu Ablauf und Programm (detailliertes Programm)
Nach Abhängen und Übergabe des Luther-Triptychons am 28.10.2009, 8.00 Uhr in Weimar unter Beteiligung von Weimarer und Bergisch Gladbacher Kirchenvertretern ist offizieller Beginn der Ausstellung die Eröffnung des "Martin-Luther-Forums" in Gladbeck am Freitag, den 30.10.2009. Das "Martin-Luther-Forum" in Gladbeck im Zentrum des Ruhrgebiets ist eine Initiative der Ev. Kirche, die das kulturelle Erbe der Reformation für die Menschen im größten Ballungsgebiet Europas lebendig und erlebbar machen will. So wurde in den vergangenen Monaten die 1968 errichtete Markuskirche in Gladbeck mit erheblichem Aufwand für diese Zwecke umgebaut. Hier ist auch der Ausstellungsort des Luther-Triptychons. Ausstellungsende in Gladbeck ist der 06.11.2009.
Mehr Infos zu diesem Ausstellungsort: www.lutherforum-ruhr.de
Auskunft für Gladbeck: Pfarrer Willi Overbeck, Fon (02 01) 32 93 26

Zweiter Ausstellungsort ist vom 07.11. bis 13.11.2009 die Marktkirche in der Stadtmitte von Essen. Der erste Kirchenbau an dieser Stelle entstand vermutlich um 1043. Die Marktkirche ist die ev. "City- und Kulturkirche" von Essen. Essen ist die größte Metropole des Ruhrgebiets und sechstgrößte Stadt Deutschlands. Die Ausstellung des Luther-Triptychons in Essen wäre zehn Jahre nach Weimar als Kulturhauptstadt 1999 gleichsam kirchlicher Vorbote für Essen als Kulturhauptstadt 2010.
Mehr Infos zu diesem Ausstellungsort: www.marktkirche-essen.de
Auskunft für Essen: Pfarrer Willi Overbeck, Fon (02 01) 32 93 26

Dritter Ausstellungort ist vom 14.11. bis 19.11.2009 die Lutherkirche in Köln-Nippes. Die Lutherkirche wurde zur Erinnerung an den vierhundertjährigen Geburtstag des Dr. Martin Luther 1886-1889 erbaut und ist auch heute noch ein originales und in Köln einmaliges Beispiel neogotischer Baukunst. Die Lutherkirche ist durch ihre zahlreichen kulturellen Veranstaltungen auf hohem Niveau auch als "KulturKirche Köln" bekannt.
Mehr Infos zu diesem Ausstellungsort: www.lutherkirche-nippes.de und www.kulturkirche-koeln.de
Auskunft für Köln-Nippes: Pfarrer Thomas Diederichs, Fon (02 21) 73 37 00

Letzter Ausstellungsort ist vom 20.11. bis 29.11.2009 die Gnadenkirche in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach. Die Gnadenkirche - erbaut 1777 - ist die ev. "Mutterkirche" von Bergisch Gladbach und heute die"Kulturkirche" von Bergisch Gladbach und Umgebung. Bergisch Gladbach liegt am Rande der Kölner Bucht und gehört zum Städtedreieck Köln-Aachen-Düsseldorf. Bergisch Gladbach ist mit über hunderttausend Einwohnern Großstadt und zugleich Kreisstadt des Rheinisch-Bergischen Kreises.
Mehr Infos zu diesem Ausstellungsort: www.gnadenkirche-gl.de

Auskunft für Bergisch Gladbach und das gesamte Projekt: Pfarrer Thomas Werner, Fon (0 22 02) 3 08 71 oder 3 80 37

Schließlich wird das Luther-Triptychon am 30.11.2009 wieder nach Weimar gebracht.
Auskunft für Weimar: Superintendentur, Fon (0 36 43) 85 15 18

Der Eintritt zum Besuch der Ausstellung sowie zu den meisten Veranstaltungen ist frei. Spenden zur Deckung der Kosten und zur Förderung des Kulturaustausches Ost-West werden erbeten.

Zur Schirmherrschaft
Der Präses der Ev. Kirche im Rheinland Nikolaus Schneider sowie der Weimarer Superintendent Henrich Herbst haben sich gerne dazu bereit erklärt, die Schirmherrschaft über die Ausleihe des Luther-Triptychons und die damit verbundenen Gottesdienste, Veranstaltungen usw. (siehe detailliertes Programm) zu übernehmen.

Ausblick
Alle Beteiligten wollen mit der Ausleihe des Luther-Triptychons den Menschen im Ruhrgebiet und im Rheinland einen Dienst tun und die Bildungsarbeit in diesen Regionen beleben. Dabei hoffen sie auf reges Interesse in der Bevölkerung - auch und besonders unter den der Kirche ferner Stehenden. Darüber hinaus soll diese erstmalige und bislang einmalige Ausleihe den kulturellen Austausch zwischen allen Kirchen in Deutschland beleben.

  
Fotos/Copyright: Thomas Werner
  
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