Blitzlichter - Ideen und Gebete für den Frieden

Friedensgebet in der Gnadenkirche
Dietrich-Bonhoeffer-Abend 2002
Kann jeder verstehen
Brücken bauen
Selig sind ...
Der Weg des Saatkorns

Gebet für den Frieden
Was wäre, wenn ...
Trümmer und Eintrittskarten
Unwort des Jahres 2001
Krieg und Werbung
Kontakt und Infos


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So spricht Gott:
"Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht!"

(Johannes 14,27)

 

Friedensgebet in der Gnadenkirche:
jeder letzte Mittwoch im Monat, 18 Uhr

(Infos hier klicken!)

 

Dietrich-Bonhoeffer-Abend
2002

Widerstand und Ergebung
damals - heute

23. Februar, 20 Uhr
Gnadenkirche Bergisch Gladbach

Infos / Rückblick: hier klicken!

Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage
soviel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst
vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

(Dietrich Bonhoeffer)

 

Ideen zum Frieden

Als der Krieg zwischen den beiden benachbarten Völkern unvermeidlich war, schickten die Feldherren von beiden Seiten Späher aus, um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könnte. Die Kundschafter kehrten zurück und berichteten auf beiden Seiten dasselbe: Es gäbe nur eine Stelle an der Grenze, die sich dafür eigne. "Dort aber", sagten sie, "wohnt ein braver kleiner Bauer in einem kleinen Haus mit seiner anmutigen Frau. Sie haben einander lieb und haben ein kleines Kind. Es heißt, sie seien die glücklichsten Menschen auf der Welt. Wenn wir nun über sein Grundstück marschieren, dann zerstören wir das Glück. Also kann es keinen Krieg geben." Das sahen die Feldherren ein, und der Krieg unterblieb - wie jeder Mensch begreifen wird.
(chinesisches Märchen)

Max und Peter wohnten einander gegenüber in derselben Straße. Früher waren sie dicke Freunde gewesen. Dann war es aus einem unerfindlichen Grund zum Streit gekommen, und jetzt waren sie bitterböse Feinde. Ihre Schulkameraden versuchten mehrmals, die beiden zu versöhnen, aber alle Mühe war umsonst: Sie waren richtige Starrköpfe. Einmal regnete es so stark, dass die Straße unter Wasser stand. Max trat aus dem Haus und blieb beim Hoftor stehen. Er sah seinen Feind Peter am jenseitigen Hoftor stehen. Und er sah auch, dass Peter einen großen Stein in der Hand hielt. "So, so", dachte sich Max, "du willst also einen Stein nach mir werfen. Nun gut, das kann ich auch!" Er lief in den Hof zurück, suchte einen Ziegel und lief wieder auf die Straße. Doch was geschah? Peter warf den Stein nicht nach dem Feind. Er kauerte sich an den Straßenrand und legte ihn behutsam ins Wasser. Dann prüfte er mit dem Fuß, ob der Stein nicht wackle, und verschwand wieder. "Ach so", sagte sich Max. "Das kann ich auch." Und er legte seinen Ziegel ebenfalls ins Wasser. Peter schleppte schon einen zweiten Stein herbei. Vorsichtig trat er auf den ersten und senkte den zweiten ins Wasser, in einer Linie mit dem Ziegel seines Feindes. Dann holte Max drei Ziegelsteine auf einmal. So bauten sie einen Übergang über die Straße. Leute standen zu beiden Seiten: Sie schauten den Knaben zu und warteten. Schließlich blieb nur ein Schritt zwischen dem letzten Ziegel und dem letzten Stein. Die Knaben standen einander gegenüber. Seit langer Zeit blickten sie sich zum erstenmal wieder in die Augen, und Max sagte: "Ich habe eine Schildkröte. Sie lebt bei uns im Hof. Willst du sie sehen?"
(nach einer Erzählung von Natalie Oettli)

(Fotos von div. Presseagenturen
aus div.Zeitungen)

 

Selig sind die Gewaltlosen,
die nicht nach Macht hungern.
Sie wissen, dass am Menschen Hände wachsen, um zu vergeben, und keine Fäuste, um zu schlagen.

Selig sind die Gewaltlosen,
die dort stehen, wo die Schwachen sind, wo Menschen Opfer von Menschen werden, und die unermüdlich eintreten gegen den Missbrauch der Macht.

Selig sind die Gewaltlosen,
die die Herzen der Menschen erobern und die Spirale der Gewalt umbiegen zu einer Spirale der Freundschaft und Liebe.

(nach Phil Bosmans)

 

 

 

 

 

Wir müssen neue Wege gehen:
den Weg des Saatkorns ...

Wir müssen den Weg der Gewalt verlassen,
den Weg von Blut und Tränen, den Weg des Todes,
den alten, von Generationen ausgetreten Weg,
den Weg des Glaubens an die Macht,
an den Besitz und an das Recht der Stärkeren.
Wir müssen lange Wege gehen,
den Weg zur Menschlichkeit unter den Menschen,
den Weg zum Licht durch die Nacht,
den langen Weg zur Liebe,
damit die Freude am Leben aufblüht
wie ein farbiger Regenbogen
am Himmel unseres Dorfes, das Erde heißt!

(Phil Bosmans)

 

O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, da, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass du mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.

 

(Souvenir Normand, 1912)

 

Einen jungen Mann beschäftigte die Frage: Was wäre, wenn es Gott nicht gäbe? Die einen sagten: "Dann müssten wir nicht in die Kirche gehen." Andere meinten: "Dann bräuchten wir keine Kirchensteuer zu zahlen." Wieder andere sagten: "Dann würde es wohl noch mehr Streit und Krieg geben." Aber mit diesen Antworten war der junge Mann nicht zufrieden. Da traf er einen alten Mann, der an einem großen Baum in der Sonne saß. "Alter, kannst du mir sagen, was wäre, wenn es Gott nicht gäbe?" "Ja", sagte der Greis, "das kann ich. Stell dir vor, es gäbe auf der Erde kein Licht, keine Wärme, keine Sonne! Was wäre dann?" Der junge Mann lachte: "Das ist doch einfach! Dann gäbe es auch kein Leben - keine Blumen, keine Tiere und keine Menschen. Die Erde wäre eine öde Wüste." "Siehst du! Und ohne Gott, der das Licht unserer Seele ist, wären wir wie öde Wüsten: ohne Hoffnung, ohne Liebe und Leben. Denn Gott ist wie die Sonne, und wo er ist, sind Licht und Wärme und Leben im Überfluss."
(nach M. Enders)

 

"Wer Trümmer sehen will, braucht eine Eintrittskarte"

Wie in der Bergischen Landeszeitung vom 10.01.2002 zu lesen war, brauchen Besucher, die sich in New York die Trümmer vom 11. September von einer Plattform aus ansehen wollen, künftig eine (kostenlose) Eintrittskarte. "Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass sich Besucher weiterhin stundenlang vor dem Aussichtsstand anstellen müssen." Mit den Eintrittskarten sollen jeweils bis zu 100 Besucher 15 Minuten lang Gelegenheit bekommen, sich ein Bild von der Katastrophe zu machen. "Auf Missfallen dürfte der Plan bei den Straßenverkäufern stoßen, die bisher an den Besucherschlangen gute Geschäfte gemacht haben" ...

 

Jury: Kein Glaube rechtfertigt Terror
"Gotteskrieger" ist Unwort des Jahres

Das "Unwort" des Jahres 2001 lautet "Gotteskrieger" ... "Kein Glaube an einen Gott gleich welcher Religion kann einen Krieg oder gar Terroranschläge rechtfertigen", hieß es in der Begründung ... Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Nadeem Elyas, begrüßte die Entscheidung: "Das Verhalten dieser als Gotteskrieger bezeichneten Leute ist mit dem Islam nicht zu vereinbaren, der Begriff ist falsch."

(gelesen in der Bergisch Landeszeitung vom 23.01.2002)

 

Videoclip

Was Kakao mit Krieg und Frieden zu tun hat ... (hier klicken!)
(998 KB)

(von einem Q1-Besucher - vermutlich aus dem Internet)

 

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Kontakt und Infos
Pfarrer Thomas Werner
Quirlsberg 2
Fon (0 22 02) 3 08 71
Fax (0 22 02) 25 32 46
E-Mail pfarrer-werner@netcologne.de

 

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