Ostern

Ostern in dir ...
Ich weiß nur ...
"Wie" - "Dass"

"Aufstehen ...
Handvoll Leben
Löwenzahn
Du und Gott ...
Gott und Du ...
Ostergebet

Osterdekoration
Jeden Tag Ostern ...
Österliches Grußwort
Ostereier - Osterhasen

Osterei - Auferstehung
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Viele haben über Jesu Auferstehung gepredigt und viele Worte dazu gemacht, auf welche Weise er auferstanden sei. Sieh du darauf, dass du wissest, was die Auferstehung will, damit du in dieser Auferstehung drin bist und sie in dir!
(Martin Luther)

 


(alle Fotos dieser Seite von
 Pfarrer Thomas Werner)

Ihr fragt,
wie ist die Auferstehung der Toten?
Ich weiß es nicht.
Ihr fragt,
wann ist die Auferstehung der Toten?
Ich weiß es nicht.
Ihr fragt,
gibt es eine Auferstehung der Toten?
Ich weiß es nicht.
Ihr fragt,
gibt es keine Auferstehung der Toten?
Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, wonach ihr nicht fragt:
Die Auferstehung derer, die leben.
Ich weiß nur, wozu Er uns ruft:
Zur Auferstehung heute und jetzt!

(Kurt Marti)

 

Dass "Wie" der Auferstehung weiß ich nicht, aber das "Dass" ist mir so gewiss wie der morgige Tag!
(frei nach Goethe)

 

Ostern   -   Auferstehung
Auferstehung   -   Aufstehen
Aufstehen   -   Aufbrechen
Aufbrechen starrer Formen
Aufbrechen verhärteter Schalen
Aufbrechen   -   sich öffnen
Aufbrechen   -   entdecken
Entdecken neuer Wege
                     sich verzweigender Wege
                     eigener Wege
Aufbrechen - zurück geworfen werden
von neuem aufbrechen
Aufbrechen heißt Leben!
 
                     Ostern

(Gedanken zu Ostern 1994 von Anne Lienenlüke, geb. 07.02.1950, verstorben 11.10.2005
- aus ihrer Todesanzeige
)

 

Da war in einer kleinen Stadt der alte schöne Marktplatz betoniert worden - über und über betoniert. Prima! Akkurat! Der Stadtrat war für Sauberkeit und Ordnung. Er konnte kein Unkraut leiden. Sie wussten, was Unkraut ist - und das musste für immer verschwinden. Daher Beton: das ist bombensicher, tötet alles Leben - so dachten sie. Aber dann passierte was: Mitten auf dem Markt brach der Boden auf. Erst kleine, fast unsichtbare Risse, dann immer größere - bis es nicht mehr zu übersehen war. Der Beton hob sich und barst auseinander. Es war beängstigend! Experten kamen von weither angereist, Fernsehkameras fotografierten, Untersuchungen wurden angestellt, die Erde aufgegraben, Betonbrocken beiseite geschafft - und was fand man? Leben! Eine Handvoll Leben. Eine kleine Pilzkolonie unter der Betondecke! Unkraut hatte eine solche Kraft entwickelt, dass der bombensichere Sauberkeitsbeton zerborsten war - und der Stadtrat stand staunend da! ...
(aus einer Osterpredigt)

 

Sinnlos / Weizenkörner / auf den Asphalt / zu streuen / das weiß ich / inzwischen aber / im Asphalt zeigen sich / manchmal kleine Risse / dabei ist es nur / dieses weiße / eingerollte / Löwenzahnblatt!
(Gerhild Michel)

 

Kennen Sie die Bücher des irischen Schriftstellers Fynn? Eines trägt den Titel:
"Anna, Mr. Gott und der ungläubige Thomas - wie Anna einem alten Zweifler einen Platz im Himmel verschafft"
Da verpasst Anna, ein junges Mädchen mit ihren ganz eigenen Denkweisen über Gott, ihrem Mathematiklehrer, dem alten Zweifler, Thomas Fox, einen Denkzettel:
"Lieber Old Tom", schreibt sie. "Mein Vater sagt, du glaubst nicht an Gott und da sei nichts zu machen.
Aber weißt du was? Gott glaubt an dich - und das ist viel wichtiger! Wetten?"
...

 

Es könnte wohl wahr sein - es ist aber nicht wahr; für dich nicht und für mich nicht, für keinen von uns, dass Gott uns verlassen hat.
Die Wahrheit ist die, dass Gott zu uns hält - wer wir auch seien und wie wir auch dran seien!

(Karl Barth)

 

Gebet

Herr Jesus Christus,
du bist auferstanden - du bist wahrhaftig auferstanden!
Du willst nicht, dass wir dich bei den Toten suchen. Darum schickst du uns ins Leben: In unseren Alltag, an unsere Aufgaben und zu den Menschen.
Schenke durch uns mehr Liebe in der Welt
- Liebe, die Kriege beendet und Frieden schafft überall;
- Liebe, die tödliche Mauern einreißt;
- Liebe, die zum Leben führt!
Gib Frieden, Freude und Geborgenheit, die um Ostern weiß! Lass uns mit dem Leben weitersagen, dass du auferstanden bist - und Gott mit dir auch uns die lebendige Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten schenkt!
Bleibe bei uns, Herr, und öffne uns Augen und Ohren, auf dass wir dich erkennen, dich fröhlich und dankbar preisen und aufstehen für dich!
Amen.

 

Osterdekoration
in der Gnadenkirche 2004

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"Wie lange dauert eigentlich Ostern?"
"Dumme Frage", sagen die Kinder,
"zwei Tage nur - vielleicht noch ein paar mehr, solange wie die Osterferien. Dann ist Ostern wirklich vorbei."
(so ähnlich im Schulgottesdienst gehört)

"Wie lange dauert Ostern?"
Vielleicht können Sie den Gedanken der Alten Kirche nachvollziehen,
nämlich dass jeder Sonn- und Feiertag so etwas wie ein kleines Osterfest ist - mehr noch: jeder Tag!
(Antwort im österlichen Grußwort von Pfarrer Thomas Werner 04/2003)

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Von Eiern
und
Schokoladenhasen

 
Man kann sie bemalen, suchen, verschenken und mit Genuss essen. Sie gehören zum Osterfest, wie der Baum zu Weihnachten.
In der Kulturgeschichte der Menschheit trifft man bereits im 4. Jhdt. n.Chr. auf das Osterei. Als Grabbeigabe hat man sie in römisch-germanischen Gräbern gefunden. Das Ei dient nicht nur als Nahrung, sondern ist auch das Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit. Im Mittelalter zahlten die Bauern an Gründonnerstag Naturalabgaben an die Lehensherren - in Form von Eiern. Eines der Eier wurde rot eingefärbt, um zu zeigen, dass man nach dieser Zahlung schuldenfrei sei. Rot ist allgemein die traditionelle Farbe der Ostereier. Sie symbolisiert die Farbe des Blutes Christi und des Lebens. Im osteuropäischen Raum findet man eher goldfarbene Eier als Zeichen der Kostbarkeit.
Der Brauch, die Eier zu bemalen, kann seine Ursprünge auch in der Natur gehabt haben, denn die Farben und Muster von Vogeleiern könnten als Vorbild gedient haben. Heute gibt es viele regionale Bräuche und Techniken zur Verzierung der Ostereier.
Die frühesten Belege für den Osterhasen als Eierbringer stammen aus dem Jahre 1678. Der Brauch ist im Elsass, in der Pfalz und am Oberrhein entstanden. In Zürich war es Tradition, den im Frühjahr zur Futtersuche in die Gärten kommenden Hasen mit den Kindern zu "jagen", d.h. es wurde nach versteckten bunten Eier gesucht. Um die Jahrhundertwende setzte sich der eierlegende Osterhase in Deutschland durch und konnte vor allem die städtische Bevölkerung schnell überzeugen. In ländlichen Gebieten hatte es der Hase durch die besseren Naturkenntnisse eher schwer. Noch im vorigen Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschland unbekannt (z.B. im Harz).
Möglicherweise lässt sich der Hase auch aus der christlichen Sicht deuten: in Psalm 104, 18 wird von "Klippdachsen" gesprochen. In alten Übersetzungen ist aber auch von Hasen oder Kaninchen die Rede. In Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus.
(gelesen im Ev. Gemeindebrief Boppard/Rhein)

Hat das Osterei etwas mit der Auferstehung zu tun?

Weil das Küken von innen plötzlich die Schale aufbricht und lebendig herumläuft, wurde es in einigen Ländern zum Symbol der Fruchtbarkeit. Von diesem Gedanken her wurde es dann mit Ostern in Verbindung gebracht: Jesus zerbricht die Schale des Grabes und lebt neu. Er hat den Widerspruch von Tod und Leben überwunden. Diesen Widerspruch zeichnet auch noch das Ei aus: rund und doch nicht rund; eine Schale, die ungeheurem Druck gewachsen ist; etwas zum Greifen, aber nach innen unbegreiflich.
Vielleicht sind auch alle unsere Widersprüche nur Schale für das Leben, das wir jetzt noch nicht anders fassen können.
Sorgen wir dafür, dass wir nicht farblose, leere, ausgeblasene, ausgelaufene Eier sind oder verfaulte und stinkende, die an den Tod erinnern! Wer sich am Leben Jesu orientiert und durch seine Auferstehung neue Hoffnung geben lässt, der ist schon jetzt ungeheurem Druck von außen gewachsen.
(Blickpunkt 03/1998)

Interessante Meldung:

Verflixtes Osterei
Wegen einer missglückten Osterüberraschung ist beinahe die Beziehung eines jungen Liebespaares in der italienischen Stadt Perugia zu Bruch gegangen. Ein junger Mann wollte auf originelle Weise um die Hand seiner Freundin anhalten und ließ eigens ein Osterei aus Zartbitterschokolade anfertigen. In dem Ei war ein Verlobungsring versteckt. Weil die Freundin aber lieber Milchschokolade mag, tauschte sie das Präsent in einem Süßwarengeschäft gegen ein anderes Schokoladenei ein - mitsamt dem Ring, von dem sie nichts ahnte. Als ihr Freund sie aufklärte, war es zu spät: Das Ei war verkauft, es kam zum Streit. Über das Fernsehen wird nun nach dem Ei gesucht.

(gelesen in der Bergischen Landeszeitung vom 17.04.2001)

 

Auf jeden Fall:

Frohe Ostern!

 

Haben Sie
eine kuriose Geschichte, eine nette Erzählung, ein interessantes Bild, eine lustige Karikatur, einen guten Witz, einen Clip, ein Spiel ...?

Mailen Sie, schreiben Sie oder rufen Sie einfach an!

 
Kontakt und Infos
Pfarrer Thomas Werner
Quirlsberg 2
51465 Bergisch Gladbach
Fon (0 22 02) 3 08 71
Fax (0 22 02) 25 32 46
E-Mail pfarrer-werner@netcologne.de

 

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